Es gibt Fragen, die werden uns immer wieder gestellt.
Von Eltern, die Interesse an einem WaKi-Platz haben, von Spaziergängern im Wald, die mit den Kindern zusammentreffen oder Partner, die wir für eine Zusammenarbeit ansprechen.
Die Antworten zeigen auch, was wir am Waldkindergarten so klasse finden.
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Wie ist das mit der Schulvorbereitung?
Die Kinder sind sehr aufgeschlossen, Neues zu entdecken. Da gibt es ein
gutes Training. Zählen wird mit Eicheln, Kastanien, Steinen oder Stöcken
geübt und oft aus Einzelteilen ein neues Ganzes gebaut. Das schult
die komplexe Wahrnehmung.
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Lernen die Kinder auch still zu sitzen
und sich zu konzentrieren?
In Ruhephasen wird vorgelesen. Dabei ist Konzentration erforderlich. Allerdings
gehen wir davon aus, dass der Wald mit seiner natürlichen Ruhe und
der Möglichkeit selbst zu spielen, auch mit sich selbst, die Sinne
entwickelt und zusammen mit der Bewegung die beste Voraussetzung für
die Aufnahmefähigkeit in der Schule ist.
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Selbstbewusstsein und Selbständigkeit
wird durch Bewegung entwickelt?
Wir denken ja. Kinder probieren ihre Grenzen aus, wollen die Ersten sein
oder die Schnellsten sein. Dabei tasten sie vorsichtig ihre Möglichkeiten
aus und gehen in der Regel auch keinen Schritt weiter, sind aber sehr stolz
etwas geschafft zu haben – allein. Wir können dieses stolze Gefühl
unterstützen, indem wir den Kindern den Raum geben ihre Bewegungen,
ihre Aktivitäten, ihr Toben auszuprobieren. Wir sollten Kindern nicht
unsere Grenzen setzen, in der Gewissheit, dass wir es besser einschätzen
können. Erlauben wir uns doch Vertrauen in unsere Kinder.
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Sind alle Kinder für den Waldkindergarten
geeignet?
Leider können wir im Rahmen der gesetzlichen Regelungen keinen integrativen
Ansatz verfolgen. Mit dieser Einschränkung sollten, unserer Erfahrung
nach, die Eltern „geeignet“ und überzeugt von der Waldkindergartenidee
sein, dann sind die Kinder es meist auch. Liebe zu Natur und frischer Luft
sind nötig. Um Auszuprobieren haben wir Schnuppertage und eine Probezeit
von 3 Monaten.
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Was spielen die Kinder im Wald?
Oft sind es Gruppen- oder Rollenspiele. Manchmal toben Piraten durch den
Wald und am nächsten Tag ist die Feuerwehr im Großeinsatz.
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Stimmt es, dass es kein Spielzeug gibt?
Klar gibt es im Wald Spielzeug. Jeder Stock kann von einer Minute auf die
andere seine Bedeutung und seine Funktion wechseln. Dafür braucht es
Kreativität, oder besser, das entwickelt Kreativität.
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Wird gebastelt im Wald?
Bei schönem Wetter schon oder im regnerischen Herbst auch im Bauwagen.
Bisher gab es jedes Jahr eine Laterne für den Laternenumzug.
Die Kinder basteln nicht nur mit Schere, Papier und Stiften, sondern zusätzlich
mit Handbohrer, Säge und Taschenmesser.
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Was ist, wenn sich ein Kind im Wald verletzt?
Für diesen Fall haben die Erzieher ein Handy, um Hilfe zu holen. Die
Wege der kleinen Beine führen ja nicht so weit von menschlichen Siedlungen
weg, also kann schnell geholfen werden. |
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Passieren oft Unfälle?
Nein. Da es sozusagen die Hauptbeschäftigung der Kinder ist, sich zu
bewegen, haben sie eine gute Motorik und kennen ihre Grenzen ganz genau.
Das Unfallrisiko liegt in Waldkindergarten niedriger als in Regelkindergärten. |
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Wie ist das mit den Zecken?
Wir kennen die Gefahren und richten uns ein. Das ist so ähnlich wie
beim Autofahren. Es gibt Regeln zu beachten.
Die Kinder tragen im Wald lange Kleidung, auch im Sommer. Die Socken sind
über die Hosenbeine gezogen und dichten von unten ab. Halstuch und
Mütze schützen von oben.
Nach dem Kindergartenbesuch werden die Kinder von den Eltern gründlich
nach Zecken abgesucht, und falls eine entfernt werden muss, die Stelle notiert
und an den Folgetagen kontrolliert. Damit kann Borreliose frühzeitigst
erkannt werden.
Außerdem schützen Pflegemittel wie Zanzarin (aus der Apotheke)
vor dem Zeckenbiss. |
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Sind der Fuchsbandwurm und Giftpflanzen
nicht auch gefährlich?
Da helfen wieder die soziale Geschlossenheit der Kindergartenregeln. Es
darf nicht gegessen werden, was nicht auf der Frühstücksdecke
liegt. Im Sommer werden oft Blaubeeren gesammelt, die dann von den Eltern
zu Marmelade verarbeitet werden und zum Frühstück willkommen sind.
Die Kinder sind sensibilisiert für das Problem und achten aufeinander.
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Sind die Kinder oft krank?
Sicher eher seltener als Kinder, die nicht so regelmäßig draußen
unterwegs sind. Wind und Wetter härtet ab. Außerdem merken die
Kinder schnell bewusst, was hilft, wenn einem heiß ist oder man kalte
Füße hat. Damit sinkt das Erkältungsrisiko. Außerdem
ist das Ansteckungsrisiko sehr gering. Allerdings gibt es auch Kinder, denen
die Voraussetzungen für den täglichen Waldgang fehlen. Das ist
dann eine Entscheidung der Eltern. |
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Wie ist das mit der Hygiene?
Vor dem Frühstück werden die Hände mit Wasser aus einer Wärmflasche
gewaschen und sind zum Essen sauber.
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Wenn die Kinder zur Toilette müssen,
was dann?
Wird ein geeigneter Baum oder Strauch ausgesucht und die Erzieher helfen
beim Ausziehen. Große Geschäfte werden vergraben und die Stelle
markiert. Sofern das Gebiet nicht in einer Wasserschutzzone liegt, ist das
kein Problem.
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Sind die Kinder wirklich bei jedem Wetter
unterwegs?
Treffpunkt ist bei Sonne und Regen im Wald. Bei starkem Regen wird ein Tarp
aufgespannt, damit die Kinder im "Trockenen" frühstücken
können. Bei Kälte wird darauf geachtet, dass sich die Kinder bewegen.
So gibt es für jede Wetterlage eine Betätigung. Das ist ja das
Schöne, dass wir uns nicht von der Natur beherrschen lassen, sondern
uns anpassen.
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Wie ist das bei Unwetterwarnungen ?
Für diese wenigen Tage hat uns die Gemeinde Adendorf das Feuerwehrgerätehaus
als Notunterkunft zur Verfügung gestellt. Wir waren dort bisher zweimal
zu Gast und die Kinder fanden das natürlich klasse.
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Brauchen die Kinder spezielle Kleidung?
Nein, eigentlich nicht. Schließlich sollten wir davon ausgehen, dass
alle Kinder Regensachen und Gummistiefel haben. Für kalte Tage gilt
das Zwiebelprinzip, viele Schichten übereinander. Allerdings ist es
richtig, dass die Kleidung den starken Belastungen vom Rutschen und Klettern
gewachsen sein sollte. |
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